Tinnitus-Sedativtherapie

Herkömmliche Behandlungen

Tinnitus ist in der Bevölkerung westlicher Industrienationen eine weitverbreitete und für den Betroffenen oft erheblich psychisch belastende Erkrankung. Nach Schätzungen sollen allein in Deutschland 8 bis 10 Millionen Menschen an chronischem Tinnitus leiden. 

Die schulmedizinische Therapie des  chronischem Tinnitus konzentriert sich vor allem  auf   durchblutungsfördernde Maßnahmen, die aber, das zeigt leider die Praxis, zumindest beim chronischem Tinnitus nur sehr unbefriedigende Behandlungsergebnisse bringt. 

Auch mit Methoden der alternativen Medizin, wie Akupunktur, Homöopathie oder  Lasertherapie lassen sich die belastenden Ohrgeräusche oft  nicht ausreichend verringern.

Mit einem ausgeprägten Tinnitus zurecht zu kommen, ist für viele Patienten äußerst schwierig. Erfolgversprechend ist hier die von Jastreboff und Hazell in USA und England entwickelte Tinnitus-Retraining-Therapie, die angeblich bei bis zu 80% der Patienten eine wesentliche Erleichterung bringen soll. Bei organischen Störungen im Bereich des Innenohres (Haarzellen) ist die Retrainig-Therapie erfolgreich, aber sie ist nicht wirklich heilend. Der Patient hat jedoch gelernt, seinen Tinnitus von negativen Gefühlen zu entkoppeln und dadurch dessen Wahrnehmung zu verändern. 

 

 
 

 

Tinnitus-Sedativtherapie

Die Tinnitus-Sedativtherapie ist demgegenüber ein neues von mir entwickeltes Verfahren, das einen anderen Ansatz zugrunde legt. Es beruht auf der  Vorstellung, dass Tinnitus nicht in erster Linie die Folge oder der Begleitumstand einer Durchblutungsstörung ist, sondern  sehr häufig Ausdruck einer Überlastung des nervösen und vegetativen Anteils des Gehörorganes. Dafür spricht auch die Erfahrung, dass Tinnitus und/oder Hörsturz bei der überwiegenden Zahl der Patienten nach intensiven Stressbelastungen auftritt. Die Tinnitus-Sedativ-Therapie zielt daher darauf ab, das überreizte und fehlgesteuerte Innenohr zu beruhigen und zu regenerieren, soweit dies durch die Selbstheilungskräfte des Körpers möglich ist. Ein sehr wirksamer Ansatzpunkt sind dabei von mir gefundene Reflexzonen des Tinnitus im äußeren Gehörgang oder am Kopf (siehe Abbildungen).

Die Tinnitus-Sedativtherapie schließt Elemente der ayurvedischen Medizin mit ein, insbesondere sanfte Massage- und Wärmeanwendungen. Vor Beginn der Behandlung müssen die möglichen, auch organischen Ursachen des Tinnitus  abgeklärt werden. Die eigentlichen Anwendungen am Patienten dauern in einer Sitzung etwa eine Stunde und werden wenn möglich täglich über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen durchgeführt

Sie umfassen:

  • Eine spezielle und sehr subtile Reflexzonenmassage im Bereich bestimmter Zonen des Schädels, des äußeren Ohres und des Gehörgangs, die äußerst entspannend empfunden wird  und oft schon unmittelbar zu einer Beruhigung der Ohrgeräusche führen kann,  sowie  ergänzende Entspannungsmassagen des Schulter-Nackengürtels

  • Lokale Wärmeanwendungen mit feucht-heißen Tüchern

  • Wenn erforderlich, eine behutsame manuelle Therapie von Wirbelblockierungen und muskulären Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule und der Kiefergelenke

  • Die Inhalation  individuell gewählter ayurvedischer Aromaöle

  • Eine  Farbbestrahlung  besonders photosensibler Areale am Kopf

  • Eine Wärmebehandlung des äußeren Gehörgangs und eine 

  • Abschließende Anwendung von Biosun Ohrkerzen, die von den Patienten in der Regel als ein besonders angenehmer,  beruhigender und therapeutisch wirksamer Abschluss empfunden werden.

 

 Abbildung verändert aus T. Smith, Der menschliche Körper, Midena-Verlag

 

 

Diese Behandlung wird unterstützt durch individuelle Empfehlungen zur Ernährung und Lebensführung, ayurvedische oder westliche Pflanzenpräparate und gegebenenfalls durch Meditation und Entspannungstherapie.